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Wir möchten Euch hier einen kleinen Einblick in das Thema Schwarzerde (Terra Preta) geben.
Das Internet ist voll von Studien, Berichten, Rezepturen, Anleitungen ... für den Einen genau sein Ding, für den Anderen eher abschreckend. Wir experimentieren seit 2022. Unser Fokus liegt auf lieber einfach statt zu kompliziert.
Pflanzenkohle speichert bis zu 500% ihres Eigengewichtes an Wasser und Nährstoffen! Ihre extrem poröse Oberfläche macht dies möglich. Wahnsinn! Deshalb aufgepasst. Sie zieht Wasser und Nährstoffe an, wie ein Schwamm. Sorge also beim Einbringen in den Boden für reichlich Mist oder Naturdung.
Neben den Nährstoffen finden auch positive Mikroorganismen ein neues Zuhause. Sie produzieren Humus. Ihr erschafft ein regelrechtes Kraftwerk für gesunde und stabile Pflanzen.
Ganz einfach - Holzkohle ! Im besten Fall weist sie einen Kohlenstoffgehalt von 80-95 % auf. Klimakundige sprechen auch von gebundenem CO2. Schon seit Jahrtausenden verschwelen die Köhler das Holz zu Holzkohle. In Südamerika begannen die Menschen bereits vor 4000 Jahren damit, ihre Böden durch Kohlestückchen und -staub aufzuwerten - die wohl heute bekanntesten Terra Preta - Böden ganz alter Zeiten entstanden.
Neuerdings wachsen moderne Pyrolyse-Anlagen wie Pilze aus dem Boden, welche unter hohen Temperaturen Holzspäne, aber auch Grünabfälle, Getreideschalen also Biomasse zu Kohle verschwelen. Das ist gut so! Denn der Bedarf steigt und die wenigen Köhlereien in Deutschland könnten der Anfrage nicht ansatzweise gerecht werden.
Es gibt zwei Möglichkeiten, gute Schwarzerde selbst zu produzieren. Wichtig ist nur, dass am Ende mindestens 10 % Pflanzenkohle in Deinem Boden enthalten ist. Bei Sandböden empfiehlt sich sogar bis zu 20 % einzuplanen. Da der Kohlenstoff gespeichert wird und erhalten bleibt, wertest Du Deinen Garten oder Dein Feld für lange Zeiträume auf.
Unser Tipp: Gehe lieber Stück für Stück vor und mach es dafür richtig!
Die positiven Effekte der Pflanzenkohle spürst Du nämlich erst, wenn genug Pflanzenkohle in Deinem Boden liegt.
Diese Methode ist vielleicht die Einfachste. Du mischst 90 % Bioabfälle, Grünschnitt, Mist... mit mindestens 10 % Pflanzenkohle, deckst das Ganze ab und lässt die Natur einfach machen. Man kann zur Unterstützung des Prozesses Effektive Mikroorganismen (EM) kaufen und hinzufügen oder alternativ Sauerkrautsaft, Buttermilch, Silage oder Pflanzenjauche dazu geben. Es empfiehlt sich, den Komposthaufen nach einem Vierteljahr umzusetzen, wobei Ihr noch einmal alles gut durchmischen könnt. Nach 6-12 Monaten ist die Schwarzerde fertig und kann so, wie sie ist, in das Hochbeet, das Gewächshaus oder den Pflanzkübel gegeben werden.
Mischt Ihr den Humus in Euer Feld oder Gartenbeet, denkt daran, diesen Vorgang die nächsten Jahre zu wiederholen, bis Ihr genug Pflanzenkohle in den Boden gebracht habt.
Unser Tipp: Lass Dich nicht durcheinanderbringen von all den vielen Zutaten, die man in Anleitungen finden kann. Man kann es ganz penibel machen - muss es aber nicht!
Diese Methode bevorzugen wir, wenn wir größere Flächen anlegen möchten. Dabei ist es hier sehr wichtig, den Boden mit reichlich Mist oder Naturdung zu versorgen, da Pflanzenkohle im ersten Schritt zieht, bevor sie ihn mit Nährstoffen versorgt. Da dieser erste Prozess laut Studien 20-200 Tage andauern kann, planen wir unser Feld ein gutes viertel Jahr vor Aussaat. Einmal waren wir einfach zu spät dran, doch noch im selben Jahr konnten wir beobachten, wie sich unsere kleinen anfangs mickernden Pflänzchen immer prächtiger entwickelten. Die Zeit spielt immer für Euch.
Pro Hektar Anbaufläche empfiehlt sich die Einarbeitung von 0,5t - 2 t Pflanzenkohle oder Ihr rechnet das "Volumen" Eures Beetes (HöhexBreitexTiefe) aus und arbeitet dann mindestens 10 % Pflanzenkohle ein.
Unser Tipp: Der Effekt der Pflanzenkohle wächst von Jahr zu Jahr. Durch das Mulchen (beispielsweise mit Grünschnitt vom Rasen mähen) könnt Ihr Eure Beete ganz unkompliziert mit neuen Nährstoffen versorgen und schützt den Boden zusätzlich vor Unkrautwachstum sowie der Austrocknung durch Verdunstung.
Wir hätten nie gedacht, dass der Anbau und die Bewirtschaftung unserer Testfelder auch so einen Spaß machen kann.
Entgegen der heutigen Schnelllebigkeit und Verfügbarkeit lernten wir, geduldig zu sein. Alles hat seine Zeit!
Die Erkenntnis, dass Essen aus eigener Produktion einfach besser schmeckt, ist wie das Wissen, dass unser Handwerk viel bedeutender ist, als einfach nur Holzkohle herzustellen.
Wir hoffen, wir konnten Dir helfen, hier Deinen Weg zu finden. Oft ist es die Natur selbst, die uns die Lösung für so manches Problem aufzeigt. Uns verhalf sie zu einem chemiefreien Anbau unserer Lebensmittel und bescherte uns reiche Ernten.
Du siehst Dich schon selbst in Deinem Garten werkeln und willst am Liebsten gleich loslegen. Hier findest Du unsere tollen Angebote zu unserem Produkt Pflanzenkohle.